Harry 1968: Er ist jung, groß, wild, unglaublich attraktiv, dazu mit einem außergewöhnlichen IQ ausgestattet, ein Spieler, Genießer, Biertrinker, Frauenversteher - kurz: ein Liebling der Götter. Für ihn gelten nur seine Regeln; er will Alles und das sofort, als da wären Geld, Gold, schnelle Autos, Frauen, Partys, Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Sein Leben ist eine Achterbahnfahrt zwischen Kick und Absturz. Die Frauen reiht er auf wie Perlen auf einer Perlenkette, da gibt es die edel schimmernden echten und auch die hässlichen Imitate. Insbesondere interessieren ihn Unregelmäßigkeiten - jedenfalls lässt er keine Dame auf der Bettkante schmoren. Dass dies buchstäblich in die Hose gehen kann, beweist eine der Durchgeknallten, als sie seine Genitalien mit einer großen Schere tranchieren will. Aus purer Not würgt er sie, bis sie keinen Mucks mehr macht und, wie er annimmt, tot ist. Es folgt eine Flucht aus Deutschland mit dem ganz festen Entschluss, nun wirklich seriös zu schreiben. Natürlich kommt bei Harry alles anders als er plant. Erneut ergeben sich Verwick- lungen und Abenteuer.
Fienhold, der die deutsche Sprache beherrscht wie kein Zweiter, schreibt im typischem "Fienhold"-Stil eloquent, skurril, humorvoll über das außergewöhnliche Leben eines suchenden Wissenden in einer Phase des politischen Aufbruchs in eine neue Zeit. But Harry doesn`t mind ...
A. Meinhold