„Von Dichtung und Wahrheit“ – Krimiautor macht Sportreporter der FNP zur Romanfigur, Frankfurter Neue Presse, 12. März 2009, von Gernot Gottwals.
„Sympathie, Fußball und die Sachsenhäuser Kneipenwelt verbinden den Schriftsteller Frank Demant und den FNP-Sportjournalisten Roland Stipp. Wenn es um Fußball geht, verstehen die beiden keinen Spaß: Dieser – davon sind sie überzeugt – muss für die Fans da sein und nicht für geldgierige Geschäftsleute.
Die Einigkeit in diesem Punkt hat es dem Krimiautor Demant leicht gemacht, Stipp als eine Hauptfigur für sein neues Buch ‚Verschollen im Taunus’ zu gewinnen. Darin geht es nämlich um einen mächtigen russischen Multimilliardär, der groß bei der Eintracht einsteigen will – ein Vorhaben, das natürlich verhindert werden muss.
‚Um die Geschichte abzurunden, brauchte ich einen findigen Reporter, der öfter einmal hinter die Kulissen des Fußballgeschäfts schaut’, erzählt Demant. Und den fand er im FNP-Journalisten Stipp, mit dem er für das Frankfurter Fußballmagazin ‚Zico’ schrieb. ‚Als ich Roland fragte, ob ich ihn mit seinem richtigen Namen in meinem neuen Roman unterbringen darf, war er sofort einverstanden’, sagt der Autor.
Zunächst sei es nicht leicht gewesen, aus dem ‚einfachen Journalisten’ einen ausgefallenen Romanhelden zu machen. Die Fans von Demants Romanen wissen, dass Detektiv Schweitzer und seine Kumpane das ausschweifende Leben lieben und selten etwas anbrennen lassen.
Der echte Stipp musste ein wenig verändert werden; der falsche greift im Gegensatz zu seinem realen Vorbild auch mal zur Schnapsflasche.
‚Viel hat der literarische Stipp mit mir nicht mehr zu tun’, schmunzelt der Journalist. ‚Ich mag aber Franks fantasievolle und flapsige Art, seine Charaktere auszuschmücken’.“ ...