Sachsenhäuser Wochenblatt, Mai 2005

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"Der Tod im Ebbelwei-Expreß"

Frank Demant las zum Welttag des Buches

(ms) "Man macht sich halt gerne ein bißchen strafbar", scheint einer der Lieblingssätze von Frank Demant zu sein. Der Frankfurter Taxifahrer, der während der Wartezeiten damit begann, seinen ersten Sachsenhausen-Krimi "Simon Schweitzer - immer horche, immer gugge" zu schreiben, las zum "Welttag des Buches" am vergangenen Samstag in der Buchhandlung Naacher in der Schweizer Straße.

Der schrullige Simon Schweitzer ist inzwischen Kult geworden und der zweite Band, "Geiseldrama in Dribbdebach" führt bei der Buchhandlung mit bisher 2000 verkauften Exemplaren die Bestsellerliste an. Demnächst wird der dritte Schweitzer-Krimi "Tod im Ebbelwei-Expreß" erscheinen, aus dem Frank Demant zum Welttag des Buches las. "Diesmal steht die Lösung am Anfang", so der Autor. Im neuen Buch geht es um zwei konkurrierende Schutzgeldmafias, die die Apfelweinwirte und Gastronomen in Sachsenhausen erpressen wollen.

Zu Beginn der Lesung stellte der Autor seinen "Krimi mit realen Hintergründen" vor. In "Tagesgeschäfte", seinem Erstling, geht es um Vorgänge, durch die sein Vater Werner Demant seinen Arbeitsplatz bei der Commerzbank einbüßte. Der Gerechtigkeitsfanatiker stieß im Laufe des Jahres 1993 auf Wertpapiertransfers von ein und demselben Kunden, die in viele kleine Beträge gesplittet, offenbar um der neuen Zinsabschlagssteuer zu entgehen, ins Ausland gingen. Seine Vorgesetzten reagierten ablehnend, dann entschloss sich Werner Demant zur Staatsanwaltschaft zu gehen und die Praktiken anzuzeigen.

Spannend wusste Frank Demant, die Vorgänge in seinem Buch "Tagesgeschäfte" zu verarbeiten. Seinen Vater, der unter den rund 15 Gästen der Lesung war, konnte er allerdings nicht überreden, selbst aus dem Buch vorzulesen.

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