Horst Reber sprach mit dem Frankfurter Krimi-Autor Frank Demant
... „Ich will nur ich sein und all das schreiben, was sich für eine ordentliche Buchstory mit Krimi-Effekt eignet“, sagt er und lächelt dabei. Ein ausgefallener, zugleich angenehmer Typ, dieser Frank Demant, den die Bücherwelt als regionalen Bestseller-Autor für Krimis mit Humor seit seinem Erstling „Tagesgeschäfte“, einem fundierten Wirtschaftskrimi aus der praktischen Welt der Commerzbank Mitte der 90er-Jahre, als gut lesbaren Autor respektiert. ..
Was aus dem Helmholtzschüler aber alles werden kann, selbst wenn er kurz vor dem Abitur dann von der Schule genug hatte, hat er bewiesen.
Explosive Information aus erster Hand Die ersten explosiven und exklusiven Informationen für einen heißen Stoff aus der Welt der Banker hat er von seinem Vater Werner bekommen. Dieser war als Commerzbankangestellter dahinter gekommen, dass es bei seiner Bank Leute gab, die betuchten Kunden massive Steuerhinterziehungen in Luxemburg ermöglichten. ..
Vater und Sohn waren sich einig: So etwas muss in einem Roman verarbeitet werden.
Seine späteren Titel, wie auch „Die Leiche am Eisernen Steg“ oder „Simon Schweitzer – Immer horche, immer gugge“ sorgten in der Branche zwar für Aufsehen und Interesse, aber die großen Verlage bissen nicht an. ..
„Irgendwann kam ich auf die Idee einen eigenen Verlag zu gründen, besorgte mir einen Gewerbeschein und eine ISBN-Nummer, die es zentralistisch möglich macht, jeden Buchtitel schnell mit Verlag und Autor ausfindig zu machen. Und von da an ging es bergauf."
Erste Hilfe von „Naacher“ Die erste Buchhandlung, die ihn spontan unterstützte und seine Bücher auch mit großem Erfolg auslegte, war „Naacher“ in der Schweitzerstraße, wo er inzwischen als Haus-Autor ein- und ausgeht. Die Auflagen stiegen langsam, aber irgendwann immer schneller, nachdem sich die Lokalzeitungen für den schreibenden Taxifahrer mit dem „Krimi-Feeling“ interessierten. Allein der 1. Band erreichte eine Auflage von 25 000 verkauften Exemplaren. Die Mundpropaganda hat zwischenzeitlich Größenordnungen angenommen, die längst Buchmessen-Format besitzt. Frank Demant winkt souverän ab: „Buchmesse ist für die anderen – meine Bücher verkaufen sich auch so. Und irgendwann will ich mit meiner Freundin unter Palmen leben.“ Heute kann Frank Demant vom Erlös seiner Bücher gut leben – und die Rolle des eigenwilligen Schreiberlings gefällt ihm immer besser: „Ich denke, ich schreibe, ich lebe. Und Kicken kann ich auch noch so oft und wann ich will.“